USC vor Aufstiegsspiel

Dienstag, den 17. April 2018 um 21:41 Uhr

In Hildesheim wollen die Gastgeber hoch hinaus und Vizemeister werden


Dem USC Braunschweig „droht“ in der zweiten Volleyball Bundesliga eine Aufstiegsfeier: Am Samstag beim TSV Giesen kann der Gastgeber mit einem Sieg noch Vizemeister werden. Damit würden die Lokalrivalen aus der Nähe von Hildesheim den Aufstieg ins Oberhaus besiegeln.

Nur durch einen Sieg des USC und drei Punkte für den Tabellendritten aus Schüttorf wäre dem Team von Trainer Stein der Aufstieg noch zu nehmen. „Wir werden alles versuchen“, meinte Braunschweigs Coach Markus Weber. Die Favoritenrolle sei aber derartig klar vergeben, so dass sein Team schon weit über sich hinaus wachsen müsste, um dem Rivalen richtig übel mitzuspielen: „Unsere Giesener Kollegen haben in den letzten Spielen nicht viel verkehrt gemacht“, berichtet Weber. Dem schon vor dem letzten Spieltag feststehenden Meister VC Mitteldeutschland fertigte das zu großen Teilen aus Profis bestehende Team glatt mit 3:0 ab. Dazu steigt das Aufstiegsspiel in der Hildesheimer Arena, wo über 1.000 Zuschauer ihr Team mehr als lautstark unterstützen dürften.

„Allein das macht das Spiel zu etwas ganz Besonderem für uns“, freut sich Weber auf die ganz große Kulisse, die auch seinem Team „Flügel verleihen“ könnte und ergänzt: „In der letzten Saison haben wir gegen Giesen in beiden Partien gut ausgesehen. Das Hinspiel daheim haben wir sogar gewonnen.“ Dies drehten die Hildesheimer in dieser Spielzeit aber wieder und entführten aus der Tunica-Halle drei Punkte.

Beim Aufeinandertreffen am Samstag um 19:30 Uhr müssen die Löwenstädter ohne Außenangreifer Marvin Koch auskommen. Der 22-jährige kuriert noch eine Knöchelverletzung aus. Alle anderen, so Cheftrainer Weber, würden sich ihr „Aufstiegsspiel“ und das anschließende Bankett aber nicht entgehen lassen. Dazu kommt ein möglicher Eintrag in die Geschichtsbücher: Mit dem Aufstieg der Gastgeber und der bereits im Oberhaus spielenden SVG Lüneburg dürften sich in der nächsten Saison zwei niedersächsische Teams Erstligisten nennen. Und an eine solche Konstellation konnte sich kein langjährig Verantwortlicher beim USC erinnern.

 

Braunschweiger Tie-Break-Trauma

Samstag, den 07. April 2018 um 23:15 Uhr

Volleyball-Bundesliga: USC verliert zum dritten Mal in Serie im fünften Satz


Großer Kampf und knappe Niederlage: Der USC Braunschweig verliert in der Volleyball-Bundesliga gegen Moers mit 2:3 – und damit zum dritten Mal in Folge in fünf Sätzen. Diagonalspieler Stefan Spieweg dominierte die Partie über zwei Sätze.

Viel schlimmer hätte es vor dem Match für den USC nicht kommen können: Angreifer Marvin Koch beim Abschlusstraining verletzt. Sein Kollege, Bastian Ebeling, musste nach dem Aufwärmen passen. Und, als wenn das nicht schon Strafe genug gewesen wäre, zog sich Libero Simon Kraftschick bei einem Ausfallschritt dann auch noch eine Verletzung am Oberschenkel zu. Trainer Webers Planung – kurzerhand über den Haufen geworfen.

Die Mannschaft ließ sich von dem Dilemma jedoch kaum beeindrucken, im Gegenteil: Stefan Spieweg auf der Diagonalposition machte in Satz eins und zwei keine Fehler, beeindruckte durch harte Angriffe und Aufschläge, die das Publikum zum Raunen brachten. Sein Team tat es ihm gleich und ließ dem Moerser SC beim 25:22 und 25:18 keine Chance.

Gästetrainer Schattenberg bewies anschließend ein glückliches Händchen, wechselte Zuspieler und Libero aus. Die Maßnahmen führten dazu, dass die Braunschweiger ihre Aufschläge kaum noch ins Ziel bekamen. Gäste-Libero Moritz Müller deckte große Teile des Feldes ab und stabilisierte die Moerser Annahme beträchtlich. Die Folge: Braunschweig brach in Satz drei regelrecht ein, fing sich in Satz vier aber wieder – bis bei 18:14 eine der berüchtigten Schwächephasen der Hausherren eintrat. Moers holte Punkt um Punkt, die Fehler auf Seiten des USC häuften sich, das Spiel bekam eine nach den ersten beiden Sätzen nicht mehr für möglich gehaltene Wendung. 25:23 in Satz vier, Braunschweig auf der Verliererstraße, weil Moers nun nicht mehr locker ließ.

Die Braunschweiger Angriffe landeten viel zu oft im Block der Gäste. Die wiederum blieben in Annahme und Aufschlag den Gastgebern überlegen. Letztlich landeten sie mit 15:9 einen verdienten Erfolg.

Trainer Weber zeigte sich wenig glücklich über die Niederlage, konnte der Partie aber dennoch einiges abgewinnen: „Wir haben zwei Sätze trotz der Ausfälle überlegen gestaltet. Das Publikum ist sehr gut auf seine Kosten gekommen.“ Er wünsche sich nun, dass sein Team im letzten Saisonspiel gegen Aufstiegskandidat Giesen an die Leistung aus der Anfangsphase der Partie gegen Moers anknüpfe.

 

Das Team Zweite Liga für 2017/2018

Mittwoch, den 10. September 2014 um 16:31 Uhr