Aktuell

Klarer Kurs Richtung Klassenerhalt

Donnerstag, den 31. August 2017 um 20:15 Uhr

USC-Bundesliga-Team arbeitet an vielen Details – Erfolge bei Vorbereitungsturnieren - Start am 16.9. in Hürth

„Was war denn das für ein Pass?“, tönt es lautstark durch die Tunica-Halle. Erstaunte Blicke, für einen Moment tritt Stille im Training der Bundesliga-Volleyballer des USC Braunschweig ein. „Wo soll der Ball denn hin?“, beendet Zuspieler Alexander Abramovic das kurze Schweigen. „Einen Meter in den Angriffsraum, halbhoch.“ Klares Kommando für den Pass in den Rückraum. Trainer Markus Weber weiß, was er will. Weiter geht's.

Saisonvorbereitung. Eine Unklarheit hier, ein Missverständnis dort. Ganz normal und doch ist in dieser Spielzeit nicht alles wie die Jahre zuvor: Das Team sicherte sich trotz bravouröser Aufholjagd erst nach Rückzug des Lokalrivalen aus Aligse den Klassenerhalt. Verstärkungen des Kaders sind im Gegensatz zu den Vorjahren fast ausgeblieben. Markus Weber hat erstmals die Verantwortung von Beginn an übernommen – und führt einen klaren Kurs mit klaren Worten und deutlichen Hinweisen darauf, was erwartet wird.

„Wir vertrauen den Jungs und dem gesamten Team“, erklärt Manager Volker Ernst. Die Mannschaft habe in vielen Spielen bewiesen, dass es in der zweiten Bundesliga mithalten könne. In den letzten Begegnungen der Saison sei eine positive Bilanz erzielt worden. Gegner, die in der Hinrunde noch Stolpersteine bildeten, wurden unter Webers Leitung besiegt. „Wir hatten letzte Saison einen unglücklichen Start und haben uns davon nie richtig erholt“, meint der Manager und warnt: „Das darf uns natürlich nicht wieder passieren.“

Was in anderen Clubs womöglich unbarmherzig bestraft worden wäre, wird im USC Braunschweig als Chance begriffen. „Wir bauen weiter darauf, junge Spieler zu fördern“, erklärt Markus Weber den Kurs. „Teure“ Neuzugänge würden lediglich das Gefüge im Team in Gefahr bringen. Und eine Garantie für den Erfolg gäbe in diesem Fall auch niemand. Vertrauen und das Bauen auf die eigene Basis seien aus seiner Sicht die bessere Variante.

So wird an vielen Details gearbeitet, um Fehler der letzten Saison abzustellen. Der Aufschlag müsse sich dringend verbessern, war sich das Trainerteam, in dem neben Markus Weber Frank Rogalski als Co-Trainer und Scout tätig ist, einig. Aber auch der Angriff sei bei vielen Spielern zu optimieren. Kleine Erfolge sorgten in den letzten Tagen dafür, dass Selbstvertrauen zu stärken. Ein Turnier in Münster meisterten die Löwenstädter auf Platz eins.

Mit Matthes Horstjan habe man einen sehr talentierten Nachwuchsspieler gewinnen können, meinte Weber. Der 20-jährige kam vom Liga-Konkurrenten Tecklenburg. „Matthes kann sowohl als Außenangreifer wie auf der Diagonalposition eingesetzt werden. Das ist eine hervorragende Ergänzung fürs Team.“ Zumal Weber im Angriff ohnehin umbauen muss: Simon Kraftschick nimmt mit einer hartnäckigen Schulterverletzung erst einmal die Libero-Position ein. Bastian Ebeling verlässt eben jenen Posten und steigt wieder als Außenangreifer ein. Hier herrscht mit Mannschaftskapitän Johannes Gottschall und Marvin Koch ebenso Kontinuität wie im Zuspiel, wo Hendrik Ahlborn und Alexander Abramov gesetzt sind. Nils Schnalke bestreitet seine zweite Saison als Libero, Stefan Spieweg bleibt eine feste Größe auf der Diagonalposition.

Reichlich Denksport haben die Verantwortlichen mit der Position Drei. Der Mittelblock ist nach einem Kreuzbandriss von Joscha Horstjan etwas unterbesetzt. Börge Albers in seiner zweiten Saison und Moritz Angele sind derzeit noch konkurrenzlos. Steffen Peeck hilft in den ersten Spielen aus, nachdem er seinen Polizeidienst im hessischen Eschwege angetreten hat. Der Kader wird ergänzt um Philip Wolter (Zuspiel) und Benedikt Vogt (Außenangriff), die zunächst im Regionalliga-Team eingesetzt werden.

Gedanken an Platzierungen plagen die Trainer hingegen weniger. „Giesen und Mitteldeutschland sind quasi Profi-Teams. Die werden den Titel unter sich ausmachen“, meint Weber. Bitterfeld und Schüttorf hätten ebenfalls einiges investiert; das sei nicht der Weg für den USC, wo man bodenständig bleibe. Und dennoch sei niemand von den „Großen“ und damit finanziell starken Gegnern unschlagbar. Aufsteiger Warnemünde und das außer Konkurrenz antretende Team aus Berlin seien die großen Unbekannten. Der andere Aufsteiger aus Moers wurde bei einem Turnier bereits einmal besiegt. Von Punkt zu Punkt, von Spiel zu Spiel denken und dabei klaren Kurs auf den Klassenerhalt halten, mehr könne man derzeit noch nicht sagen. Vorrangig sei, sich in allen Bereichen zu verbessern, betont Weber. Klare Ansage.

 

Braunschweig dreht das Spiel

Dienstag, den 08. November 2016 um 13:03 Uhr

Am vergangenen Samstag empfingen die Volleyballer des USC Braunschweig den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer TSV Giesen Grizzlys. Zunächst sah es nach einer klaren Sache aus. Bereits in der ersten technischen Auszeit lagen die Mannen von Trainer Thorsten Galgonek mit 3:8 hinten.

Die Gäste aus Giesen präsentierten sich zu diesem Zeitpunkt sehr sattelfest in der Annahme und Zuspieler Kapusniak konnte so seine Angreifer regelmäßig in Szene setzen. Die Giesener konnten in der Folge den Vorsprung kontinuierlich ausbauen bis zum 15:25 aus Braunschweiger Sicht.

Im zweiten Durchgang brachte Thorsten Galgonek mit Marvin Koch einen neuen Außenangreifer, der die Annahme stabilisieren konnte. Zudem wurde zur Mitte des Satzes mit Steffen Peeck ein frischer Mittelblocker eingewechselt. Die Löwenstädter zeigten nun erstmals gute Ansätze in Annahme und Feldverteidigung, dennoch musste der Satz gegen die souverän auftretenden Grizzlys mit 19:25 abgegeben werden.

Der dritte Satz begann mit der erstmaligen Führung der Braunschweiger. Vom Publikum angespornt konnten die USCler den Vorsprung immer weiter ausbauen und den Satz mit 25:16 gewinnen. Besonders das Zusammenspiel zwischen den Außenangreifern und Zuspieler Hendrik Ahlborn klappte zu diesem Zeitpunkt sehr gut. Zudem wackelte die sonst so starke Giesener Annahme unter dem Druck der Aufschlagserien von Diagonalangreifer Stefan Spieweg und Zuspieler Ahlborn.

Im vierten Satz hielten die Braunschweiger den Druck aufrecht und schafften es, die Grizzlys weiter zu verunsichern. Mittelblocker Steffen Peeck konnte einige Male spektakulär Hauptangreifer Hauke Wagner blocken und Moritz Angele setzte sich im Angriff kontinuierlich gegen den gegnerischen Block durch. Der Satz wurde mit 25:17 aus Braunschweiger Sicht gewonnen.

Im fünften Satz wachte der Tabellenführer aus Giesen auf und leistete verstärkt Gegenwehr. Doch das frenetisch anfeuernde Publikum sorgte dafür, dass die Löwenstädter über sich hinaus wuchsen und nach weiteren Aufschlagserien von Marvin Koch und Kapitän Hannes Gottschall den Satz mit 15:9 gewinnen konnten. Zum wertvollsten Spieler wurde Zuspieler Hendrik Ahlborn gekürt, der nach seiner Einwechslung großen Anteil daran hatte, das Spiel zu drehen.

 

Saisonstart mit Schock!

Donnerstag, den 22. September 2016 um 14:34 Uhr

Der Schock und die Enttäuschung stand am Sonntagabend sowohl den USC-Spielern wie auch den Verantwortlichen in´s Gesicht geschrieben. Soeben hatte sich das Team um Kapitän Hannes Gottschall mit 1:3 (23:25,19:25,25:19, 19:25) der jungen Truppe des Volleyballinternats Frankfurt geschlagen geben müssen.

Auch wenn der Gegner aus talentierten Nachwuchskräften besteht, so waren die drei Punkte doch fest eingeplant und nun stehen die Braunschweiger mit leeren Händen da. Das Spiel begann furios und die Gastgeber konnten sich im ersten Satz schnell einen großen Vorsprung herausspielen. Die Selbstsicherheit sollte jedoch im Laufe des Satzes verschwinden, da die Gäste den Vorsprung des USC immer kleiner werden ließen.

Man konnte die Lust der Frankfurter auf den ersten Saisonsieg spüren, während sich beim USC die Angst breit machte, sich gegen die Frankfurter zu blamieren. Diese Unsicherheit führte dazu, dass die Spieler mit sich selbst beschäftigt waren und sich nicht gegenseitig helfen konnten. Aufgrund starker Annahme und Abwehr der Gäste konnten diese das Spiel letztlich gerechterweise für sich entscheiden, der USC hatte an diesem Tag nicht viel entgegenzusetzen.

Verwunderlich ist dieses Ergebnis auch, weil tags zuvor gegen den FC Schüttorf eine gute Leistung gezeigt wurde, die nur unglücklich zu nicht mehr als einem Punktgewinn führte. Die 2:3-(19:25, 28:26, 25:15, 16:25, 12:15) Niederlage im ersten Saisonspiel war zwar ärgerlich, machte jedoch auch Hoffnung für die kommenden Aufgaben und sollte den USC-Spielern nicht den Mut für die nächsten Spiele nehmen.

Trotz dieses negativen Saisonstarts bringt nur der Blick nach vorne was, denn mit dem starken Aufsteiger aus Hürth empfängt der USC am 01.Oktober den nächsten Gegner, bei dem jedes Ergebnis möglich ist. Die Spieler gehen mit einer Portion Wut im Bauch auf die eigene Leistung in´s Training und wollen bei den Fans Wiedergutmachung leisten und gemeinsam den ersten Saisonsieg feiern!

 

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