Aktuell

Der Neue: Matthis Horstjan

Samstag, den 09. September 2017 um 06:47 Uhr
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Aktualisiert ( Samstag, den 09. September 2017 um 07:10 Uhr )
 

Familienbande

Samstag, den 09. September 2017 um 06:12 Uhr

Neuzugang aus Tecklenburg: Matthis Horstjan folgt seinem Bruder Joscha zum USC-Bundesliga-Team

Tecklenburg? Kein Tippfehler. Knapp 10.000 Einwohner, ländlich gelegen inmitten der Gemeinden Ladbergen, Lengerich und Westerkappeln im Kreis Steinfurt. Keine Metropolen, aber zumindest in der Nähe von Osnabrück und gerade noch im nordwestlichsten Zipfel von Nordrhein-Westfalen. Eine Festspielstadt mit vielen Fachwerkhäusern – dazu eine kleine, aber feine Adresse für guten Volleyball.

Da kommt er also her, der einzige Neuzugang im Kader des USC: Matthis Horstjan, 20 Jahre alt, Abitur in der Tasche und kaum Gepäck dabei. „Solange die Saison noch nicht läuft, fahre ich am Wochenende gerne mal nach Hause“, räumt der Bruder von Mittelblocker Joscha Horstjan ein. „Zum Feiern“, fügt der schmunzelnd hinzu.

Mit Feiern hat das Engagement des Universalspielers mit Annahmequalitäten eine Menge zu tun, basiert die Familienbande doch nicht zuletzt auf dem Besuch der Horstjans beim Braunschweiger Weihnachtsmarkt. Schnell fand Matthis Gefallen an der „großen Stadt“. 25 mal größer als die, in der er aufgewachsen ist, musste er nicht zwei Mal überlegen, um bei den Löwenstädter anzuheuern. „Den USC kannte ich schon aus Spielen auf Landesebene“, erklärt Matthis. Vielfach standen sich die Tebu Volleys aus dem Westen den Ost-Niedersachsen erst im Finale gegenüber – und reisten anschließend gemeinsam zu nationalen Titelkämpfen. Nun stehen sie auch gemeinsam auf dem Feld.

In der letzten Saison kämpften Braunschweig und Tecklenburg beide um Punkte in der Bundesliga. Der Aufsteiger hatte zuvor mit dem Einzug ins Viertelfinale des DVV-Pokals von sich reden gemacht – Horstjans bislang größter sportlicher Erfolg neben Rang drei beim Bundespokal, dem Vergleich der besten Volleyballer aller Bundesländer. Am Ende der vergangenen Spielzeit reichte es für den einen nicht, für den anderen nur durch die Hintertür. Braunschweig hielt die Klasse, Tecklenburg trat den Gang in Liga drei an – und Matthis Horstjan nutzte die Gelegenheit, sich neu zu orientieren, schrieb sich zudem in den Studiengang Bauingenieurwesen an der hiesigen Universität ein.

Der Einstieg beim USC lief folglich reibungslos ab – außer, so verrät Trainer Markus Weber, dass die Verantwortlichen für einen Moment überlegt hatten, den „Neuen“ erst einmal in der Regionalliga einzusetzen, was nach dem ersten Probetraining umgehend verworfen wurde. Und es soll weiter laufen: „Wenn alles stimmt, können wir auch in der oberen Tabellenhälfte landen“, zeigt sich der Ex-Landesauswahlspieler optimistisch. Matthis will fleißig daran mitwirken, schätzt die neuen Impulse, die er in Braunschweig bekommt. Zum Beispiel den für ihn neuen Annahmeriegel, andere Schwerpunkte bei der Technik oder die aktuell anstehende Verbesserung im Aufschlag bei allen Spielern. Das wichtigste für ihn sei, sich persönlich in einem gut funktionierenden Team weiterzuentwickeln.

Trainer Weber lobt die universelle Einsetzbarkeit seines Neuzugangs: „Matthis hat gute Fähigkeiten für den Einsatz auf der vier. Er kann aber auch auf der Diagonalposition eingesetzt werden.“ Dies bewies er jüngst bei einem Turnier, wo Webers Team gegen Titelkandidat Giesen stark aufspielte.

Giesen? Titelkandidat? Wieder kein Tippfehler. Und ein weiterer Beweis, dass Volleyball nicht nur in großen Städten erfolgreich gespielt wird, wo auch Matthis Horstjan sein Handwerk gelernt hat. Der feierte nach dem Turnier – na, wo wohl – erst einmal daheim mit Freunden in Emsbüren. Aber das, so Matthis, soll mit dem ersten Match am kommenden Wochenende in die neue Heimat verlegt werden.

Aktualisiert ( Donnerstag, den 14. September 2017 um 14:57 Uhr )
 

Kleine Fehler, aber voll im Soll

Sonntag, den 03. September 2017 um 05:02 Uhr

Achtungserfolg gegen Liga-Favorit Giesen – Weiteres „Sparring“ gegen Drittligisten geplant

Die Bundesliga-Volleyballer des USC Braunschweig bleiben auf Kurs: Ein Turnier in Hildesheim mit hochklassiger Besetzung lieferte Trainer Weber wichtige Erkenntnisse. „An ein paar Dingen müssen wir schon noch arbeiten. Unterm Strich stimmt die Richtung aber“, bilanzierte der Coach.

Vielleicht zeugt die Tatsache, dass Kapitän Johannes Gottschall sich noch vorm Mannschaftsessen mit einem großen Teller am Buffet bediente, am besten von der Belastung beim Bad One Cup in Hildesheim. 10 Sätze galt es am vergangenen Samstag zu bestehen. Das hatte Kraft gekostet, zumal das Vorbereitungsturnier nicht gerade mit „Fallobst“ besetzt war. Neben dem mit zahlreichen Verstärkungen aufwartenden Bundesliga-Top-Favoriten TSV Giesen-Hildesheim stand der USC dem niederländischen Pokalsieger Orion Doeinchem und dem in der dritten Liga hoch gehandelten MTV 48 Hildesheim gegenüber.

In der Vorbereitung bislang eher gegen unterklassige Teams angetreten, taten sich die jungen Braunschweiger zunächst etwas schwer, siegten am Ende aber verdient 2:1 gegen den Drittligisten. Weber wechselte viel, probierte Neuzugang Matthes Horstjan auf der Diagonalposition aus – Stefan Spieweg, Stammkraft auf diesem Posten, musste aus privaten Gründen passen.

Auch die Liberos Nils Schnalke und Simon Kraftschick wechselten sich ab. Dazu erhielt Benedikt Vogt als Nachwuchsspieler aus dem Regionalliga-Team eine Chance, weil Außenangreifer Bastian Ebeling ebenfalls nicht im Einsatz war.

Webers personelle Maßnahmen prägten auch die weiteren Partien. Gegen Doetinchem hielten die Löwenstädter mit, mussten aber alle Sätze abgeben. Das Highlight bildete dann die Partie gegen den Liga-Konkurrenten TSV Giesen-Hildesheim. Nach einem 25:22 für den USC fand das zur Hälfte aus Profis bestehende Team aus Giesen aber wieder in die Spur, so dass Satz zwei und drei knapp an die Gastgeber gingen.

Die Spieler zeigten sich, ähnlich wie ihr Trainer, zufrieden mit dem Gezeigten. „Unsere Aufschläge waren deutlich druckvoller als in der letzten Saison“, bilanzierte Zuspieler Alexander Abramov. Und Mittelblocker Börge Albers freute sich über neue Varianten auf seiner Position: „Wir sind damit flexibler und für den gegnerischen Block weniger ausrechenbar.“

Bis zum Saisonstart haben die Braunschweiger nun noch vierzehn Tage Zeit. Diese würden laut Trainer Weber intensiv für Feinabstimmung genutzt. Ferner steht am kommenden Freitag noch ein Trainingsspiel gegen Drittligisten Hildesheim auf dem Programm. Erster Gegner für den USC ist dann auswärts der TV Hürth am 16. September. Ein Woche darauf ist der FC Schüttorf 09 in der Tunicahalle zu Gast.

Aktualisiert ( Donnerstag, den 14. September 2017 um 14:57 Uhr )
 

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