Aktuell

Ein Satz für die Ewigkeit

Montag, den 30. Oktober 2017 um 09:04 Uhr

Der USC Braunschweig verliert am Wochenende in der Volleyball-Bundesliga auch das zweite Spiel. 2:3 mussten sich die Löwenstädter gegen den VC Bitterfeld-Wolfen geschlagen geben. Dabei brachten sie in Satz fünf einen 8-Punkte-Vorsprung nicht ins Ziel.

Am Ende siegte der Sarkasmus: 14:6 im fünften Satz geführt, sieben Satzbälle nicht genutzt und 16:18 verloren – „ein Fall für das Guinness-Buch der Rekorde“, fasste das Trainerteam die Fassungslosigkeit in Worte. Andere wollten die Neuauflage von Pleiten, Pech und Pannen gesehen haben, ohne Schnitt abgedreht in der einstigen Filmstadt Wolfen. Keine Fiktion, kein Happy End, sondern die bittere Wahrheit, eines wenig ertragreichen Wochenendes für den USC. Ein Punktepolster hatten sie sich erarbeiten wollen. Nach dem niemals mehr für möglich gehaltenen Misserfolg im fünften Durchgang blieb den Braunschweigern nur ein Punkt auf der Habenseite.

Dabei hatte es am Sonntag eigentlich gut angefangen. Das Team kämpfte in der Endphase des ersten Satzes aufopferungsvoll, wehrte drei Satzbälle ab und ging in Führung. Mathis Horstjan hielt die Löwenstädter mit einer Aufschlagserie im Spiel.

Doch das sollte erst der Anfang einer an Dramatik kaum zu überbietenden Partie sein, die laut Trainer Weber „scheinbar niemand gewinnen wollte.“ Beide Teams lieferten sich eine Schlacht um die meisten Fehler. Bitterfeld legte bei Aufschlägen vor, Braunschweig hielt in Abwehr und Angriff dagegen, enwickelte im Aufschlag zu wenig Druck. Gegen den Trend parierte der Braunschweiger Block so manche Attacke, der hart schlagenden Anhaltiner. Bastian Ebeling, der in letzter Zeit nie zu seiner Form gefunden, glänzte mehrfach auf Position vier.

Sein Team tat es ihm gleich in Satz drei, in dem es die Gastgeber fest im Griff hatte. Doch auch das deutliche 25:17 sorgte nicht für Klarheit. Bitterfeld kam zurück und siegte in Satz vier 25:23, nachdem die wiederum kämpferisch starken Löwenstädter das Blatt in der Endphase fast noch gewendet hätten.

Es folgte das furiose Finale, das allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben dürfte. Bei 14:6 für Braunschweig sprach nichts mehr für einen Bitterfelder Erfolg. Im Aufschlag hatten die Hausherren bis dato eine „Fahrkarte“ nach der anderen produziert und ausgerechnet da lieferte Mittelblocker Markus Knobloch eine Meisterleistung ab, servierte acht mal gefährlich in die gegnerische Hälfte, bis der Ausgleich für Bitterfeld geschafft war. Dann landete der Ball im Aus, doch Braunschweig versagten die Nerven und legte nach. Nun waren die Gastgeber gar nicht mehr zu bremsen, holten in der Abwehr zwei Bälle, wie niemals in den vier Sätzen zuvor und machten „den Sack zu“.

Den hätten sich die Gäste am Ende gerne über die Köpfe gezogen. Um die hängenden Häupter seiner Spieler frei zu bekommen, lenkte Trainer Weber die Aufmerksamkeit lieber auf die nächste Partie: „Gegen Lindow am nächsten Wochenende müssen wir den Ehrgeiz haben, uns zu zerreißen, um diesmal verlorene Punkte zurück zu holen.“

 

Keine Reise wert

Sonntag, den 29. Oktober 2017 um 10:28 Uhr

USC-Volleyballer können in Berlin nicht an die Leistungen vom Saisonauftakt anknüpfen


Die Bundesliga-Volleyballer des USC Braunschweig verlieren gegen den VC Olympia Berlin mit 1:3. Das Team von Trainer Weber überzeugte am Samstag lediglich in Satz zwei mit solider Feldverteidigung und großem Kampfgeist.

Die jungen Berliner machten den Braunschweigern vor allem in Sachen Aufschlag schwer zu schaffen. Ein ums andere Mal zogen die Löwenstädter gegen den harten Topspin-Service der Berliner den Kürzeren. Zuspieler Alexander Abramov hatte nur wenige Alternativen, so dass der Block des Teams vom Bundesstützpunkt leichtes Spiel hatte.

Außenangreifer Marvin Koch konnte grippegeschwächt nur kurz eingesetzt werden. Bastian Ebeling übernahm seinen Platz, hatte aber aufgrund der Annahmeprobleme und der guten Berliner Blockarbeit einen schweren Stand. Kleine Lichtblicke in Satz zwei, wo der USC kämpferisch überzeugte und aus der Abwehr punktete, brachten ihnen nicht den erhofften „Platz an der Sonne“ - und das in aller Klarheit: Mit 18, 16 und 14 Eigenpunkten kamen die Braunschweiger nicht in die Nähe eines Satzgewinns.

„Der VCO hat ein starkes Team beisammen“, resümierte Trainer Weber anerkennend. Sein Team habe in Annahme und Angriff wenig entgegen zu halten gehabt.

Zeit zum Innehalten haben die Löwenstädter nur wenig. Am heutigen Sonntag um 16 Uhr geht es bereits gegen den VC Bitterfeld-Wolfen. Der Tabellenletzte wartet noch auf das erste Erfolgserlebnis. Beim USC ist Hendrik Ahlborn wieder mit von der Partie, der gegen Berlin aus privaten Gründen pausieren musste.

 

"Am Doppelspieltag das Punkte-Polster ausbauen"

Mittwoch, den 25. Oktober 2017 um 21:38 Uhr

Dem USC Braunschweig steht gegen Berlin und Bitterfeld erneut eine Standortbestimmung bevor


Eine Woche Ruhe und nun doppelt gefordert: Die Bundesliga-Volleyballer des USC Braunschweig reisen am Wochenende nach Berlin und Bitterfeld. Die Löwenstädter müssen im Zuspiel auf Hendrik Ahlborn verzichten.


Nach dem besten Saisonstart seit Jahren kam das spielfreie Wochenende genau zur rechten Seite für den USC. Der kleine Höhenflug hat Kräfte gekostet, aber auch frei gesetzt. „Die Spieler haben sehr intensiv an eigenen Schwächen gearbeitet und auch kleine Details ins Visier genommen“, berichtet Trainer Weber. Beweis für die erhöhten eigenen Ansprüche. Alle hätten die Höhenluft unausgesprochen auch für Höheres nutzen wollen – ganz anders als in den Vorjahren, wo schon nach wenigen Wochen der Saison klar war, dass jedes Spiel ein Kampf um den Klassenerhalt werden würde.

Und das Team hatte Grund genug für die andere Sicht der Dinge: Beim 1:3 gegen den Top-Favoriten Mitteldeutschland zeugte selbst der den Braunschweigern Respekt. Der Fokus, so Trainer Weber, ändere sich dadurch dennoch nicht: „Wir wollen uns so schnell wie möglich ein Polster verschaffen, um uns dann gezielt in allen Spielelementen zu verbesern.“

Dafür ist es derzeit noch viel zu früh. Acht Punkte aus vier Spielen sind kein Grund, Fünfe gerade sein zu lassen, im Gegenteil: Die Teams aus Berlin und Bitterfeld haben nichts zu verschenken. Insbesondere die letzgenannten müssen punkten, um sich aus dem Tabellenkeller zu befreien. Braunschweig kann erneut seinen Standort in der Saison ausloten.

Der Volleyball Club Olympia (VCO) Berlin, ein Jugendteam am Bundesstützpunkt, will die Stars von morgen formen. Das gelang bislang bestens, so dass die Berliner einen Platz vor den Braunschweigern rangieren. Zuletzt besiegten die groß gewachsenen Hauptstädter den starken Aufsteiger Moers.

Am Sonntag in Bitterfeld erwartet den USC ein fast komplett erneuertes Team, das noch nicht zu seiner Form gefunden hat. Lediglich ein Pluspunkt hat die Mannschaft von Trainer Despotovic zu verzeichnen. Der hat alle Hände voll damit zu tun, ein Team zu formen. „Die Einzelspieler“, so USC-Scout und Co-Trainer Frank Rogalski, „haben allerdings Klasse. Im Zusammenspiel scheint es aber noch ein wenig zu hapern.“ Der neue Zuspieler Travis Hudson aus den USA setze vor allem die Schnellangreifer gut ein, müsse aber immer wieder weit vom Netz agieren, weil die Annahme der Anhaltiner bislang nicht immer überzeugend wirkte.

USC-Trainer Weber muss am Samstag auf Zuspieler Hendrik Ahlborn verzichten, der wegen einer Familienfeier nicht dabei sein kann. Libero Simon Kraftschick steht nach einer Fußverletzung wieder zur Verfügung.

 

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